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Kanzleikonzept

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Juristen sind gemäß ihrer Ausbildung für alles und jedes „zuständig“; sie haben als „Volljuristen“ auch in rechtspraktischer Hinsicht unterschiedliche Tätigkeitsfelder bearbeitet, vor allem aber sich das Handwerkszeug angeeignet, um mit ihrem Sachverstand letztlich jedes juristische Problem – mit den entsprechenden Hilfsmitteln – zu bearbeiten. Dies macht, abgesehen vom Vorzug des Überblicks, insbesondere auch vor Ort, mit der Erreichbarkeit und womöglich auch Bekanntschaft sozusagen unter Nachbarn, noch immer seinen guten Sinn.

Dennoch erwarten Sie mit Recht von einer Anwaltskanzlei eine gewisse Ausrichtung und auch Spezialisierung. Die möchte ich Ihnen hier in eigener Sache vorstellen. Dabei sollte die – vor dem Hintergrund bisheriger beruflicher Erfahrung erfolgte – Wahl der Interessenschwerpunkte mehr als bloß eine Zusammenstellung einzelner Themen und Fachgebiete bedeuten: steht „dahinter“ schließlich doch auch die Motivation, nunmehr anstelle der bislang ausgeübten „Forschungs“- und Lehrtätigkeit zur rechtspraktischen Bewährung meiner auch bereits zuvor in den Dienst der Menschen gestellten Rechtskundigkeit anzutreten.

So war zunächst eine Grundentscheidung zu treffen (die sich in mittlerweile mehrjähriger Praxis auch sehr gut bewährt hat). Mit dem Recht läßt sich einerseits sozusagen selbstbewußt das eigene Leben gestalten, es lassen sich Geschäfte führen und die Zukunft absichern. Selbstverständlich erfüllt rechtliche Beratung, Regelung und Durchsetzbarkeit hier eine wichtige Aufgabe, ohne deren Bewältigung ein privates Geschäft – über Tausch und „bar“ bezahlten Kauf hinaus – schlechthin nicht stattfinden würde. Das Angebot entsprechender juristischer Dienstleistung (für Firmen- wie Privatkunden) ist allerdings auch reichlich gegeben.

An die soeben beschriebene Situation ist dem entsprechend – von den noch eigens genannten Teilbereichen abgesehen – nicht so sehr gedacht; zumal auch eigene Erfahrungen (über einen langen Zeitraum mehr oder weniger „prekärer“ Beschäftigungsverhältnisse im Hochschulbereich hinweg) allenfalls eingeschränkt aus der Position wirtschaftlicher Stärke heraus zu machen waren. So ist also entschieden die Begleitung und Hilfestellung bei der aktuellen Bewältigung krisenhafter Entwicklungen wie dann natürlich auch kleinerer Zumutungen (bis „herunter“ zu Bußgeldbescheiden etc.) in den Vordergrund gerückt.

Wenn wir so wollen, sind dafür zwei „große“ Bereiche angesprochen. Das erste Thema ist das des Arbeits- und Sozialrechts: wo es nämlich um unser Erwerbsleben mitsamt den es begleitenden, absichernden und unter gewissen Umständen auch an seiner Stelle „einspringenden“ Regelungen geht. Der zweite Komplex betrifft weitgehend die Konsequenzen eines, wie Juristen sagen, deliktischen, also vorsätzlich oder fahrlässig irgendwie schädigenden Verhaltens: das eben – nicht zuletzt auch im Straßenverkehr: wo auch noch über solches Verschulden hinaus gehaftet wird! – sowohl nach bürgerlichem Recht Ersatzpflichten nach sich ziehen wie zur Strafverfolgung führen kann.

So bedeutet der Verlust des Arbeitsplatzes regelmäßigen einen schwerwiegenden Einschnitt. Hier gilt es zunächst, diese Entwicklung nach Möglichkeit noch abzuwenden oder doch wenigstens zu kompensieren (Arbeitsrecht), sodann aber dafür Sorge zu tragen, daß der oder die Bedürftige in der Existenznot auch tatsächlich an Leistungen erhält, was ihm bzw. ihr zusteht (Sozialrecht). Natürlich betreffen beide Rechtsgebiete auch weitere drängende Problemstellungen: sei es, daß mit sozialrechtlichen Mitteln eine sonst sich ergebende Notlage wenigstens erträglicher zu gestalten wäre, oder etwa, daß am Arbeitsplatz „Mobbing“ stattfindet.

Auf der anderen Seite kann aber schließlich auch eine rechtliche Inanspruchnahme selbst in unser Leben – mehr oder weniger einschneidend – eintreten, gegen die eine Abwehr und Verteidigung unmittelbar erforderlich wird. So mögen wir einem Schadensersatzanspruch (Haftpflichtrecht) oder auch einer sonstigen Geldforderung gegenüberstehen, der wir nur schwerlich nachkommen können oder wollen. Womöglich sehen wir uns auch (was auch finanziell Vermögendere nicht ohne weiteres „wegstecken“ werden) mit Strafverfolgung (Strafrecht) konfrontiert, über deren Voraussetzungen und Reichweite ebenfalls letztlich vor Gericht entschieden wird.

Der Bereich des Verkehrsrechts ist, wie bemerkt, für diese Problemstellung exemplarisch: Einigermaßen unverhofft kommt man hier womöglich in die Lage, sich mit dem Vorwurf fahrlässiger Körperverletzung oder gar Tötung auseinandersetzen zu müssen; oder aber man hat sich (weil wir es alle miteinander immer eilig haben und uns nur ungerne aufhalten lassen) etwa zu Beleidigungen, gegen andere Verkehrsteilnehmer und vielleicht auch noch Polizeibeamte, hinreißen lassen. Ein etwa, unter Umständen auch unverschuldet, aus zu tragender „Betriebsgefahr“ zu leistender Schadensersatz wird zumindest wegen des drohenden Verlustes von Schadensfreiheitsrabatten bei der Versicherung Probleme bereiten.

Aber auch ohne irgendwie dramatische Ereignisse mögen sich „Punkte“ in der Flensburger Kartei, mit je nach dem Umständen auch durchaus „existentiellen“ Folgen, ergeben. Andererseits mögen Sie auch Ihrerseits geschädigt worden sein, und deshalb mit „gutem Recht“ Ansprüche geltend zu machen haben, denen die Gegenseite (aus welchen Gründen auch immer) nicht nachkommen will. Wie auch immer: Das schädigende Ereignis, mit Folgen für beide Seiten, muß rechtlich bewältigt werden; und dazu biete ich meine fach- und sachkundige Hilfe an.

Bei alledem darf schließlich nicht vergessen werden, daß zur rechtlichen Begleitung und Beratung nicht unwesentlich auch das Erklären dessen gehört, mit dem man sich nach Lage der Dinge vernünftigerweise abfinden muß. Womöglich können dann auf dieser Grundlage auch Lösungen (etwa: eine Einigung mit der Gegenseite über eine Ratenzahlung, eine die Strafe in einem erträglichen Maß haltende prozessuale Absprache) gefunden werden, die zwar nicht optimal, aber immer noch besser als das sonst bei bloßer Untätigkeit drohende Ergebnis (etwa: Zwangsvollstreckungsmaßnahmen) sind.

Meine (nicht zuletzt auch als erfahrener Lehrer bewährte) kommunikative Kompetenz möchte ich insofern nicht dazu einsetzen, Sie zu belehren, vielmehr Ihnen aufklärend zur Seite zu stehen. Sie dürfen versichert sein, daß es mir hier sehr darauf ankommt, schon jeden Anschein der Gleichgültigkeit zu vermeiden. Das Engagement für Ihre Sache ist Grundlage für alles weitere Vorgehen, und erst in dieser Solidarität können wir uns gemeinsam auf das Mögliche und Machbare konzentrieren.

Das beleitende Gespräch auch über den engeren fachlichen Bereich hinaus gehört, wo es angebracht ist, für mich selbstverständlich hinzu: sowohl was die persönliche Bewältigung der Situation angeht als auch etwa die Einordnung einer begangenen Verfehlung, deren Gewicht vielleicht – gemessen an dem, was noch alles passieren kann und noch passiert – doch nicht so groß ist wie es zunächst und unter dem unmittelbaren Eindruck der Geschehnisse den Anschein hat.


……weniger